Archiv für den Monat: März 2014

Nicht nur Pläne machen

Von Alexander Gies

Die Lage des Einzelhandels in Schlüchtern ist besser als die Stimmung. Dennoch gibt es Schwächen: Dazu gehören Lücken im Sortiment, Sanierungsstau, teilweise zu kleine Verkaufsflächen oder das Fehlen eines echten Magnetbetriebs in der Krämerstraße.

Bei allen Klagen über die Konkurrenz auf der Grünen Wiese: Ohne diese Geschäfte würde Schlüchtern nicht so viel Kaufkraft aus dem Umland anziehen. Und dieser Klebeeffekt kommt auch der Innenstadt zu gute. Allerdings sollte künftig außerhalb nur noch Sortiment angesiedelt werden, das der Innenstadt nicht noch mehr schadet. Dass es hier bald keinen echten City-Lebensmittelmarkt mehr gibt, ist Fehlern in der Vergangenheit geschuldet. Ein Scheitern wie beim Projekt Lebensmittelmarkt Edeka auf dem Langer-Lins-Areal darf sich nicht mehr wiederholen. Sich einen Plan zu machen ist gut. Er muss auch umgesetzt werden. Ohne Wenn und Aber.

Die Lage ist besser als die Stimmung

Vertraute man der Stimmung, dürfte es den kleinen Einzelhändler in der Bergwinkelstadt schon gar nicht mehr geben. „Man hat das Gefühl, die Schlüchterner verspürten die Lust am Untergang“, klagt eine Einzelhändlerin, als mal wieder wild darüber spekuliert wird, welches Geschäft als nächstes dicht macht.

Von unserem Redaktionsmitglied ALEXANDER GIES

Die nackten Zahlen zum Leerstand lassen zwei Schlüsse zu: Ja, es gibt verwaiste Geschäfte, aber weniger als gefühlt – im Moment sinkt ihre Zahl sogar. So stehen neun Leerstände etwa 120 Betrieben des Ladeneinzelhandels und des Lebensmittelhandwerks gegenüber. Das bedeutet rein rechnerisch eine Leerstandsquote von unter zehn Prozent. Nicht allzu schlecht. Aber: Leerstände, die sich mal festgesetzt haben, lassen sich nicht mehr so leicht beseitigen. Es sind immer die selben Adressen, die seit Jahren in der städtischen Erhebung auftauchen – und langsam zum städtebaulichen Ärgernis werden.

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Starker Magnet, etwas schwach auf der Brust

Die Stadt im Vergleich

ag

Die Stadt Schlüchtern ist der drittstärkste Umsatzmagnet im Main-Kinzig-Kreis. Ihre Bürger verfügen wie viele andere Kommunen im östlichen Kreisgebiet aber nur über eine unterdurchschnittliche Kaufkraft.

Das sind zwei wichtige Ergebnisse einer aktuellen Studie des Marktforschungsunternehmens GfK aus Nürnberg (siehe Info unten). Das bedeutet: Schlüchtern zieht eine enorme Kaufkraft aus dem Umland ab. Mit einer Einzelhandelszentralität von 201,3 Punkten belegt sie unter den Städten mit mehr als 10 000 Einwohnern im Main-Kinzig-Kreis Platz drei. Die Kennzahl zeigt den Kaufkraftzufluss beziehungsweise -abfluss auf. Liegt der Wert bei 100, wird vor Ort genau so viel gekauft, wie im deutschen Durchschnitt üblich. Liegt der Wert unter 100, kaufen die Bürger weniger Güter in unmittelbarer Nähe. Schafft er es über die Schwelle von 100, ist der Standort attraktiver als der Durchschnitt.

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Schlüchterns Innenstadt soll mit Programm neu belebt werden

Obertorstraße, SchlüchternGute Nachricht aus Wiesbaden: Schlüchtern ist in das Städtebau-Förderprogramm “Aktive Kernbereiche” aufgenommen worden. Das berichtet Bürgermeister Falko Fritzsch (SPD). Damit hat die Stadt die Chance, ihre Innenstadt baulich aufzuwerten und mit Leben zu erfüllen.

Von unserem Redaktionsmitglied Alexander Gies

Kombiniert werden soll die Initiative mit einem städtebaulichen Ideenwettbewerb für die Obertorstraße. Hier lautet die Frage: Wie kann und soll sich dieser Straßenzug in den nächsten Jahren entwickeln? Dazu sollen Städteplaner ihre Ideen zu Papier bringen.

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Tegut-Markt am Untertor schließt im April

Wer einen Blick ins ehemalige Schlüchterner Café Egner wirft, kann sehen, dass sich dort etwas tut: Die Theke ist bereits abgebaut, die Räume bald wieder vermietet. Ab dem 1. April wird dort anstatt Kaffee und Kuchen Sportbekleidung und Zubehör über den Verkaufstresen gereicht. Abschied nehmen heißt es im April jedoch vom Tegut-Markt am Schlüchterner Untertor.

Von unserem Redaktionsmitglied Tim Bachmann

Der Schlüchterner Geschäftsmann Tim Ristow (39) bezieht im April die neuen Räume in der Obertorstraße/Ecke Bahnhofstraße. Dort wird dann Tim’s Sport Outlet zu finden sein. Hingegen schließt Anfang April der Tegut-Markt in der alten Bahnhofstraße in der Nähe des Schlüchterner Untertors.

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Café Egner öffnet Heiligabend zum letzten mal

Die Weihnachtsfeiertage bieten nicht nur Gelegenheit zur inneren Einkehr, sondern speziell in Schlüchterns Innenstadt auch Grund zur Wehmut. Das Café Egner schließt nach mehr als 40 Jahren seine Pforten.

Von unserem Redaktionsmitglied Hanns Szczepanek

Diese Entscheidung ist dem Inhaber Frank Egner alles andere als leicht gefallen, doch der 46-Jährige erklärt, dass dieser Schritt “richtig und notwendig ist”. Zum einen ist Frank Egner in einem Alter, in dem er schon reichlich Erfahrung hat sammeln können. Zum anderen ist der Konditormeister aber nicht zu alt, um beruflich etwas Neues zu beginnen.

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“Ab-in-die-Mitte”-Jury besichtigt Schlüchterner Innenstadt

Schlüchtern hat mit dem Projekt “Schlüchtern brezelt sich auf” an der Initiative “Ab in die Mitte” teilgenommen. Gestern hat eine Delegation die Innenstadt besichtigt.

Von unserem Redaktionsmitglied Klaus Nico Bensing

Bürgermeister Falko Fritzsch (SPD) begrüßte die Jury und klärte die Ab-in-die-Mitte-Delegationdarüber auf, dass sie innerhalb weniger Wochen bereits die zweite Jury sei, die Schlüchtern besucht.

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Schlüchtern bekommt Bronze-Plakette bei “Entente Florale”

Am Dienstagmittag wurden im ZDF-Fernsehgarten in Mainz die Preisträger des bundesweiten Wettbewerbs “Entente Florale” ausgezeichnet. Auch eine Schlüchterner Delegation war – angeführt von Bürgermeister Falko Fritzsch (SPD) – vor Ort.

Von unserem Redaktionsmitglied Klaus Nico Bensing

Nach Bronze im letzten Jahr hat es auch in diesem Jahr nicht zu einer silbernen Plakette gereicht. Die Stadt Schlüchtern bekam am gestrigen Dienstag die Bronze-Auszeichnung beim Wettbewerb “Entente Florale” überreicht.

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Fritzsch: Problematik war lange bekannt

Seit der Sitzung der Stadtverordnetenversammlung am Montagabend ist wieder Bewegung im Thema Edeka-Markt auf dem Langer-Lins-Areal. Das für Dienstag vorgesehene Gespräch zwischen Bürgermeister und Investoren kam allerdings nicht zustande.

Von unserem Redaktionsmitglied Walter Kreuzer

“Ich trete am Dienstag mit Jökel in Kontakt” hatte Bürgermeister Falko Fritzsch (SPD) am Montag vor dem Stadtparlament angekündigt. “Es gab ein kurzes Telefonat. Da die Investoren nicht alle vor Ort waren, haben wir besprochen, dass wir am Donnerstag einen Termin abstimmen werden”, erklärte der Rathauschef gestern auf KN-Anfrage.

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“Absage ist bedauerlich und überflüssig”

Die Investorengruppe Jökel-Langer hat ihr Projekt Edeka-Markt gestoppt. Bürgermeister Falko Fritzsch (SPD) hat sich seither krankheitsbedingt nicht öffentlich zu der Situation geäußert. Dies will er heute Abend vor den Stadtverordneten nachholen. Vorher bezog der 64-Jährige im Interview mit den Kinzigtal Nachrichten Stellung.

Von unserem Redaktionsmitglied Walter Kreuzer

Darin erklärt der Bürgermeister unter anderem, dass die Absage für ihn nicht überraschend kam. Er habe “bereits ein Scheitern befürchtet”.
In der Stadtverordnetensitzung will Fritzsch die Anzahl der Gespräche bekanntgeben, die in der Verwaltung zu dem Vorhaben Edeka-Markt geführt wurden: “Dann wird man merken, dass mehr an Umsetzungswillen dahinter steht als jetzt gemeint wird.”

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